Nachtschweiß Ursachen

Die Suche nach der Ursache

Als ich mich auf die Suche nach der Ursache für mein regelmäßiges Nachtschwitzen begab, zeigte sich schnell, dass es diverse Ursachen für Nachtschweiß gibt und dass allgemein jeder in der Nacht schwitzt, der eine mehr, der andere weniger.

Während Betroffene mit einem geringen Schweregrad, sich nachts nicht umziehen müssen und es genügt das Kissen bzw. den Bettbezug zu wechseln, müssen Betroffene mit mäßigem Nachtschweiß nachts aufstehen, um sich zu waschen.

Bei schwerwiegenden Nachtschwitzen reicht dies bei den Betroffenen nicht aus, sondern die Kleidung muss zusätzlich gewechselt werden.


Meine Befunde

Ich selber habe mich im mäßigen Schweregrad wiedergefunden.

Es war gar nicht so einfach eine konkrete Ursache für meinen Nachtschweiß zu finden und nachdem ich die Ursachen für den Nachtschweiß genauer analysierte ahnte ich bereits, dass ich wohlmöglich an einer idiopathischen Nachtschweiß leide.

Bei dieser Art von Nachtschweiß, produziert der Körper konstant zu viel Schweiß, ohne das Vorhandensein einer medizinisch diagnostizierbaren Ursache.

Auch der Befund beim Arztbesuch zeigte, dass es keine körperlichen Ursachen für meine Schweißausbrüche in der Nacht gibt.

Es erleichterte mich zunächst, die Gewissheit zu haben, dass ich keine schwerwiegende Erkrankung vorliegen habe und mich nun gezielter mit der Behandlung beschäftigen konnte.

Liste möglicher Ursachen

Leider ist der übermäßige Nachtschweiß auch teilweise auf einschneidende Erkrankungen, wie Krebs oder Infektionen, zurückzuführen. Neben diesen existieren noch weitere Ursachen, die ich im Folgenden aufzeigen werde.

Ungünstige Schlafbedingungen:
Insbesondere die Schlafzimmertemperatur und die Luftfeuchtigkeit beeinflussen den produzierten Schweiß in der Nacht. Daneben kann das Material der Bettwäsche auch eine Ursache für Nachtschwitzen darstellen.

Ernährung:
Die Ernährung und insbesondere die Aufnahme von Nahrung, wie scharfe Gewürze oder Alkohol, vor dem Schlafen, können Auswirkungen auf den Körper und damit auch Nachschwitz verursachen. Auch eine Übersäuerung durch falsche Ernährung kann Nachtschweiß hervorrufen.

Medikamente:
Die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann zu zusätzlichem Schwitzen führen. Vor allem Medikamente die Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem haben, können Nachtschweiß als Nebenwirkung verursachen. Jegliche Art von Mittel gegen Depressionen kann Nachtschweiß verursachen, wobei nur 8 bis 22 Prozent der Personen, an dieser Art Hyperhidrose leiden. Weiterhin kann Aspirin oder auch Azetaminophen den Schweiß in der Nacht verstärken. Wichtig ist zu beachten, dass jeder Betroffene unterschiedlich auf Medikamente reagiert.

Anbei liste ich einige weitere Medikamente auf, die nach meinen Recherchen möglicherweise Nachschweiß verursachen:

    • Antidepressiva, alle Klassen
    • Atypische Neuroleptika (Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)
    • Augentropfen zur Behandlung des grünen Stars
    • Blutzuckersenkende Medikamente
    • Fiebersenkende Mittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure
    • Medikamente gegen Asthma oder gegen Bronchitis
    • Präparate zur Hormonblockade, zum Beispiel im Rahmen einer Brustkrebs- oder Prostatakrebstherapie, Hormonpräparate zur Behandlung einer Endometriose


Wechseljahre:
Die Wechseljahre können Hitzewallungen bewirken, die besonders häufig in der Nacht vorkommen. Bei Frauen kommt diese Art von Nachtschweiß in den Wechseljahren häufig vor.

Hormone und Stoffwechsel:
Hormone und Stoffwechsel beeinflussen die Wärmeregelung des Körpers und somit können sich bestimmte Störungen oder hormonelle Veränderungen  in diesem Bereich auf die Schweißproduktion und kurbeln diese häufig in der Nacht an. Diese äußern sich in dem meisten Fällen als eine Schilddrüsenüberfunktion und der Diabetes mellitus. Nachtschweiß kann auch ein Symptom für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) sein. Dies tritt üblicherweise nur ein, wenn  die betroffene Person von einer Zuckerkrankheit leidet.

Autoimmunerkrankungen:
Auch einige Autoimmunerkrankungen können mit nächtlichem Schwitzen verbunden sein. Dazu zählen Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) sowie Gefäßentzündungen wie Wegener-Granulomatose, Temporalarteriitis und Polymyalgia rheumatica.

Idiopathische Hyperhidrose:
Nächtlich Schwitzattacken, für die sich keine eindeutige Ursache finden lassen, werden idiopathische Hyperhidrose genannt. Hier produziert der Körper zu viel Schweiß bzw. die Schweißdrüsen sind überaktiv, ohne dass klare medizinisch diagnostizierbare Ursachen vorhanden sind. Manche Betroffenen leiden dann auch tagsüber unter übermäßigem Schwitzen.

Infektionen:
Infektionen können starke  Schweißbildung in der Nacht verursachen. Darunter gehören chronische Infektionen wie Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis), Abszesse, HIV-Infektion, Malaria, Tuberkulose und akute Infektionen wie Virus-Grippe (Infleunza). Herzinnenhautentzündung (Endokarditis).

Krebs:

Ein frühes Symptom von manchen Krebsarten können Nachtschweiß auslösen. Lymphdrüsenkrebs ist eine Art von Krebs, die mit verstärkten schwitzen in Verbindung steht.

Psyche und Nerven:
Nächtliche Schwitzattacken können häufig durch Stress, Angst und seelische Belastungen ausgelöst. Sobald der ganze Körper unter einer konstanten Anspannung steht, ist es der Psyche nicht möglich zur Ruhe zukommen. Hierdurch werden erhöhte Mengen an Stresshormone ausgeschüttet. Nachts beim schlafen kann dies dazu führen, dass der Köper immer noch nicht zur Ruhe kommt, was unter anderem wiederum zu Schweißausbrüchen führen kann. Außer den psychischen Faktoren, können auch  Erkrankungen des Nervensystems sowohl im Gehirn als auch im Rückenmark Einfluss auf Nachtschweiß haben.

Schwangerschaft:
Manche Frauen klagen in der Schwangerschaft ebenfalls über Nachtschweiß


Hier geht es weiter:

Mögliche Behandlung…

Weitere Literatur rund um nächtliches schwitzen…

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